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Judo – Der "Sanfte Weg"

Judo, das heißt "sanfter Weg" und ist ein faszinierender Kampfsport, der aus Japan kommt, inzwischen aber Millionen Anhänger in aller Welt gefunden hat.
Judo, das bedeutet aber auch, die maximale Wirkung bei einem Minimum an Aufwand zu erzielen. Eine gleichzeitige Herausforderung für Geist und Körper.
Durch das Wechselspiel zwischen Angriff und Verteidigung trägt Judo dazu bei, dass sich der Judoka zu einem harmonischen Menschen entwickelt. Damit besitzt Judo nicht nur einen hohen erzieherischen Wert, sondern bietet darüber hinaus die besten Voraussetzungen zur Entfaltung der eigenen Persönlichkeit.

 

Wer kann ein Judoka werden?


Ein Judoka kann grundsätzlich jeder werden, solange er sich normaler Gesundheit erfreut und sportlich talentiert ist. Die wichtigsten Voraussetzungen für einen Judoka sind Fleiß und damit verbunden ein regelmäßiges Training. Wer mit der Vorstellung seine Judoausbildung beginnt, in kurzer Zeit die stärksten Angreifer mühelos aufs Kreuz legen zu können, wird bald eine herbe Enttäuschung erleben und daher auch bald wieder die Lust verlieren. Eine gute Portion Ausdauer und Ehrgeiz muss man schon mitbringen, wenn man den Judosport ernsthaft betreiben will.
Die Entwicklung des Judo begann Ende des 19.Jahrhunderts in Japan. Kaum bekannt ist, dass es ein Deutscher war, nämlich der aus Bietigheim stammende Prof.Dr. Erwin Baelz, der den Anstoß zu einer Renaissance der alten Kampfkünste gab. Er war von 1876 bis 1902 Professor an der Kaiserlichen Universität in Tokyo und sah mit Sorge den schlechten Gesundheitszustand seiner Studenten. Zufällig lernte er in der Provinzhauptstadt Tschiba den Jiu-Jitsu-Lehrer Totsuka kennen, der die Polizisten der Stadt unterrichtete. Er schaute sich Wettkämpfe an und erkannte darin eine wertvolle Gymnastik für seine Studenten.
Einer dieser Studenten, Jygoro Kano, der später selbst ein bekannter Gelehrter wurde, schuf ein Erziehungssystem, das nach seinen Worten „den Körper auf interessante, zu längerem Studium anregende Weise stärken und gesunderhalten soll und von Männern und Frauen jeden Alters auch (!) als Wettkampf ausgeübt werden kann.“
Nachdem sich sein System durchgesetzt hatte, ging Kano daran sein Judo so umzugestalten dass gefahrlose Wettkämpfe ermöglicht wurden. Er schied alle gefährlichen Griffe, Schläge und Stöße aus. Dieses Wettkampfjudo trat dann seinen Siegeszug um die ganze Welt an.
Dieses sportliche Judo eignet sich natürlich nur begrenzt zur Selbstverteidigung, da es nach strengen Regeln ausgeübt wird, im Ernstfall aber keine Regeln gelten.
Etwa zur gleichen Zeit wie Judo entstanden in Japan noch zwei andere Kampfkünste:
Karate und Aikido.

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